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Yoana TuzharovaDaniel Tripp 

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Von der Ferne lässt der imposante bildhauerische Eingriff an einen gestürzten Pilaster erinnern, der quer durch den Wewerka Pavillon ragt. Ein kolossales Objekt, das in einer unpassenden Vitrine ausgestellt wird. In seiner wuchtigen Präsenz nimmt Yoana Tuzharovas Tunnel das symbiotische Dasein des Pavillons auf und steht an der Schnittstelle von Architektur und Skulptur. Die Türen des Pavillons, der als Schauraum den Besuchern zu Ausstellungszeiten normalerweise nicht zugänglich ist, stehen nun durchgängig offen. Gleichzeitig bleibt der Zugang zum Innenraum aber verschlossen. Durch die beiden Öffnungen hindurch baut Yoana Tuzharova einen 28 Meter langen, schwarzen Tunnel. Betritt und durchschreitet man ihn, so befindet man sich sowohl in einer langen, dunklen Röhre als auch im gläsernen Innenraum des Pavillons. Sind Tunnel - meist unterirdisch - zur Unterquerung von Hindernissen gedacht, führt dieser einmal quer durch den Pavillon von einem Ort auf der Aasee-Wiese zu einem anderen und agiert sichtbar als teilende Grenze. Tuzharovas Tunnel ist Öffnung und Hindernis zugleich. Ein eigentlich geschlossener Raum wird geöffnet und durch einen geöffneten Raum wieder verschlossen. Die Bedeutung der Beschränkung und das subjektive Gefühl der Beklemmung, welches damit einher geht, rücken in den Fokus. Von außen wird der gläserne Schauraum zu einer nicht einsehbaren Transitzone. Ein Raum im Raum, der viele Fragen aufzuwerfen vermag. Wo befinden wir uns? Was oder wer begegnet uns auf der anderen Seite? Wie verhalten sich Räume durch Abgrenzungen zueinander und wie nehmen wir diese Relation von verschiedenen Standpunkten aus wahr?