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Sujin DoPatricia RatzelAlex FrostSunaKimNiklas Fischer/Isabel Glapa 

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Die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird maßgeblich von der Interaktion mit der Umwelt bestimmt. Körperbilder entstehen aus der Begegnung mit dem Raum und wandeln sich mit seinen Veränderungen. Seit sich der Mensch mit Geräten und Apparaturen umgibt, die seinen physischen Bedürfnissen entsprechen und ihm den Kontakt mit der Umwelt vereinfachen sollen, wird sein Körperbild zunehmend von den Anpassungsmechanismen bestimmt.  Der Raum, insbesondere der architektonische, vom Menschen geschaffene, fordert bestimmte Bewegungsmuster, choreografiert Bewegung  und schränkt Bewegung ein. Selbstwahrnehmung und Selbstbilder sind also vom dynamischen Raum abhängig und damit ebenso wandelbar.

Suna Kim installiert für ihre Ausstellung ‚(       ) of sur Face’ im Wewerka Pavillon Objekte und Raumstrukturen, die zunächst an Sport- und Fitnessgeräte oder an sanitäre Einrichtungsstücke erinnern und man glaubt sich vor einem Schaufenster für Schwimmbadbedarf wiederzufinden. Doch auf den zweiten Blick erfüllen  die Geräte nicht die Funktion, die man von ihnen erwartet. Wenngleich nicht unbedingt funktionslos, bleibt ihre tatsächliche Funktion rätselhaft. Sogleich projiziert man den eigenen Körper in den Pavillon und versucht Tauglichkeit, Sinn und Zweck der Schaustücke zu entziffern und die Bedürfnisse zu ergründen, für die sie geschaffen wurden. ‚(       ) of sur Face’ handelt also sowohl von der Oberfäche und dem scheinbar Eindeutigen als auch von dem Abgründigen, dem Unbewussten und den verborgenen Bedürfnissen.