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Jana Kerima Stolzer/ Alexander RüttenSamuel TreindlCarmen Gosen/ In Hee ChoJavkhlan Ariunbold 

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Im Wewerka Pavillon werden Kartoffeln angebaut. Der Ausstellungsraum verwandelt sich in ein Gewächshaus, transformiert zu einer Nutzfläche für die Kultivierung von einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Samuel Treindl wird zum Gärtner, der den Glaskasten wie ein temporärer Parasit nutzt und ihn zum notwendigen und schützenden Rahmen einer künstlerischen Struktur macht. Auf rosa Folie sind Plastiksäcke mit Pflanzenerde aus dem Baumarkt verteilt, die als Nährböden dienen. Über ein autonomes Versorgungssystem, das Wasser von der Architektur umleitet, in Tonnen sammelt und in Schläuche weiterleitet, werden 60 vorgekeimte Setzlinge in ihren Erdsäcken mit Regenwasser versorgt. Samuel Treindl installiert ein ästhetisches Ökosystem, das er sich selbst überlässt. Das dabei entstehende Bild wandelt sich stetig. Kämpfen die kleinen Kartoffelpflanzen zunächst gegen die ästhetisch aufgeladene Umgebung der farbigen Erdsäcke, Schläuche und Folie an, so wird schon bald das den Pavillon umgebende Grün mehr und mehr in das Innere geholt. Nach elf Wochen wird ein weiterer Eingriff vorgenommen, der das Ende des temporären Systems bestimmt. In Anschluss an eine öffentliche Ernteaktion sollen die produzierten Kartoffeln in einer eigens dafür angefertigten Frittierskulptur zu Pommes frites verarbeitet und bei einem Festessen gemeinsam verspeist werden.

 

 



Bildrechte: Samuel Treindl


Matthias Ruhe


Matthias Ruhe


Matthias Ruhe