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K.Kottmann/D.NeuhausRed Fade David BadeS. Huzikiewiz / K. NiggemannJeong/Lee 

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RED FADE lautet die kommende Ausstellung im Wewerka Pavillon, an der sich die Studierenden der Kunstakademie Münster Sara Dietrich, Marit Stöckelmann, Melanie Kalb, Robert Baron, Anna Medvedenko und Jarek Kudla beteiligen. RED FADE versteht sich als work in progress und als gattungsübergreifendes Projekt, das unterschiedliche Genres wie Installation, Skulptur und Malerei, vor allem aber die Ausdrucksform der Performance aufgreift. Ungewöhnlich ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten, deren titelgebender „roter Verlauf“, ein Verweis auf die Technik der Ein- und Ausblendung im Audio- und Videobereich, zum Wortspiel „roter Faden“ verführt, an dem die Akteure sich ähnlich Staffelläufern orientieren: So werden die einzelnen, autarken Beiträge immer wieder gelockert, indem sich andere Teilnehmer der heterogenen Gruppe durch unterstützende und kontrastierende Aktionen ein- und ausblenden. Ob die Grenzen verschwimmen oder sich verhärten, wird sich zeigen. Dies macht den experimentellen und in der Geschichte des Wewerka Pavillons neuartigen Charakter der Ausstellung aus: Die aufeinander folgenden Abschnitte werden bewusst nicht in ein rundum vorhersehbares Konzept gefügt; vielmehr wird größte Aufmerksamkeit dem Pendeln zwischen geplantem Eingriff und Unvorhersehbarem eingeräumt.

Bei der Eröffnung am Dienstag, 21. September, richtet Sara Dietrich im Wewerka Pavillon und um diesen herum eine Soundinstallation ein, die um eine unsichtbar bleibende, im Aufbau befindliche Ausstellung kreist. Vertraute, unscheinbare Geräusche des umliegenden Parks werden technisch in die Natur verpflanzt, so dass sich die akustischen Ebenen von Fiktion und Alltag durchdringen. Die Performance von Anna Medvedenko nimmt direkt darauf Bezug und gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was die Besucher des Wewerka Pavillons einen Monat lang verfolgen können, nämlich einen anhand installativer und performativer Einlagen weit geschlagenen thematischen Bogen – mit endzeitlichen Kriegsszenarien, der Bespiegelung von Brauchtümern, Kultriten und dem Erleben der Welt inspiriert durch die Perspektive eines Hundes.

RED FADE – verlaufen wird sich hier niemand, denn die Ausstellenden halten ihre Fäden in der Hand, wagen es aber auch, sie abzugeben.