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Philosophia Naturalis Principia Aesthetica
Ilsuk Lee
23. Januar bis 31. März 2019
Wewerka Pavillon – Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster
Kardinal-von-Galen-Ring/ Annette-Allee/ Aasee-Uferweg
www.wewerka-pavillon.de

Pressetermin: Montag, 21. Januar 2019, 10 Uhr vor dem Pavillon
Eröffnung: Dienstag, 22. Januar 2019, 19 Uhr

In der Dämmerung der winterlichen Abendstunden können Vorbeigehende schon von Weitem unzählige kleine Lichter erkennen, die durch die Glasfronten des Pavillons gespiegelt ein eindrücklich geheimnisvolles Spiel mit Helligkeit und Finsternis ergeben. Tritt man näher, so lässt sich im Pavillon eine Anordnung türähnlicher Elemente aus schwarz lackiertem Holz und Plexiglas ausmachen, die um eine zentrale Lichtquelle aufgestellt sind. Der geometrische Aufbau lässt dabei nie einen direkten Blick auf die Lichtquelle zu, lediglich durch die in die Elemente eingelassenen Scheiben, die wiederum bewirken, dass sich der Lichtpunkt immer wieder verdoppelt und partiell ins Unermessliche vervielfältigt. Ilsuk Lees Arbeit Philosophia Naturalis Principia Aesthetica kann als Versuchsanordnung und Denkmodell gelesen werden. Der Künstler sucht in seiner Installation, die nach Anbruch der Dunkelheit täglich im Wewerka Pavillon zu betrachten ist, nach Antworten auf seine Fragen an die Welt und ihre ästhetischen Phänomene. In seinem Arrangement manifestieren sich Beobachtungen und Gedanken zum Licht. Angeregt durch Isaac Newtons „Mathematische Grundlagen zur Naturphilosophie“, eines der wichtigsten Werke zur Wissenschaftsgeschichte, möchte Lee den quantenphysikalisch beschriebenen Welle-Teilchen-Dualismus des Lichts visualisieren, nach dem das Licht als eine Form der elektromagnetischen Strahlung sowohl Welle als auch Teilchen zugleich sein kann. In Betracht des Komplementaritätsprinzips ist die gleichzeitige Bestimmung von Wellen- und Teilchencharakter des Lichts jedoch nicht möglich. Je nach Versuchsanordnung tritt die eine oder die andere Eigenschaft in den Vordergrund. Mithilfe seiner für den Pavillon geschaffenen, künstlerischen ‚Superposition‘ weist Ilsuk Lee auf diese Überlagerung und Gleichzeitigkeit beider physikalischer Größen hin und hinterfragt so auch philosophisch-ästhetisch die Anfänge und den Ursprung des Lichts.