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WHY!

Jürgen Stollhans mit Lejla Aliev, Petra Bresser, Lisa Dohmstreich, Elisa Kullmann, Jin Soo Park, Johannes Prinzen und Manuel Talarico

03. Juli bis 25. August 2019
Wewerka Pavillon – Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster
Kardinal-von-Galen-Ring / Annette-Allee / Aasee-Uferweg
www.wewerka-pavillon.de

Pressetermin:        Montag, 01. Juli 2019, 10 Uhr vor dem Pavillon
Eröffnung:       Dienstag, 02. Juli 2019, 19 Uhr
Öffnungszeiten:   Donnerstag - Sonntag, 18 - 20 Uhr


Modell eines minimalisierten Zoos.

Stimmungsbild:
Warum bin ich so fröhlich? Oder eher nicht – so fröhlich? Schallend, Kindergeschrei, ein Glucksen der Freude, auf dem Piratenschiff. Der Trichter im Sand, für Hörrohrpost, oder bleibt dir das Lachen stecken? Wie die Gräte im Hals, der Affe im Rohr? Die traurigen Augen der puppengesichtigen Erscheinung verfolgen mich. Kratzen im Fell. Eben noch Savannenwind, jetzt Eisesglut. Mayo dazu? Wir gehen im Kreis, zwischen abgeräumten Feldern, gemalten Mangroven, keilförmigen Aussparungen im Beton. Der beißende Ammoniak von Dung steigt in die Nase. Du glänzender Gaul drehst Dich im Bühnenlicht, stetig um den dreizehnten Brustwirbel. Eine prächtige Zucht. Sollte sich dieser zu sehr aufplustern, so bietet ein Kehrblech hinreichend Schutz. Bitte keine Fahrradhelme aufsetzen. Trotz Überdachung wird man nass bei Regen, von wegen Allwetter. Eintrittskarten für Erwachsene nicht ermäßigt. Wer schnell genug geht, bleibt nicht im Drehgatter stecken. Exit über Zooshop.

Im Sommer 2019 präsentiert sich der Wewerka Pavillon in unveränderter Form. Scheinbar leer, alle Blickachsen sind unverstellt. Hier findet eine singuläre Invasion statt. Bei absoluter Stille ist kaum wahrnehmbar ein Summen zu hören. Dies konkurriert mit den Geräuschen der Umgebung, Straße, Hecke, Wiese, See, Parklandschaft und allen Passanten. Doch das Geräusch ist regelmäßiger als Herzschlag und Atmung, Rufen und Schmatzen. Zu Beginn energiegeladen, wird es zunehmend schwächer, bis zur völligen Erschöpfung. Geduldige Beobachter haben die Möglichkeit den Ursprung des Geräusches zu identifizieren. In einer sanften, tastenden Weise wird der Wewerka-Pavillon Lebensraum und Bühne zugleich. Lebensraum? Schauen Sie selbst, entsteht nicht für eine Weile der Eindruck von Belebtheit? Vielleicht sogar Mitgefühl? Hinfallen und wieder Aufstehen, die größte Gefahr das unbemerkte Spinnennetz? In dieser performativen Aussetzung wird von den TeilnehmerInnen eine reduzierte Geste erwogen. Ein Jahr der Recherche, der Diskussion und der individuellen Praxis potenzieren sich homöopathisch in 7.99 € inklusive Mehrwertsteuer.