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Wanna hang out?


Sarel Debrand-Passard und Moritz Riesenbeck
19. September bis 18. Oktober 2018
Wewerka Pavillon – Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster
Kardinal-von-Galen-Ring/ Annette-Allee/ Aasee-Uferweg
www.wewerka-pavillon.de


Pressetermin: Montag, 17. September 2018, 10 Uhr vor dem Pavillon
Eröffnung: Dienstag, 18. September 2018, 19 Uhr
Besichtigung jeden Dienstag, 19 Uhr

Mit „Wanna hang out?“ laden Sarel Debrand-Passard und Moritz Riesenbeck zu einer spannungsreichen Begegnung mit dem Wewerka Pavillon ein. Im Inneren des Pavillons befindet sich eine Maschine, die jeden Dienstag ab 19 Uhr scheinbar eigenständig durch den Raum fährt und auf Augenhöhe gegen die Glasfronten peitscht. Mithilfe von Ultraschallsensoren und einer komplexen Programmierung berechnet die Maschine die Entfernung zu den Fenstern. Ohne den Innenraum als solchen und die eigentliche Verortung in ihm zu kennen, führt der Roboter wie mit einem überdimensional großen Tasthaar unablässig energisch-taktile Bewegungen aus und macht die ihn umgebenden Schaufenster auf diese Weise akustisch erfahrbar. Für die Betrachter bleibt dabei unvorhersehbar, wohin die Apparatur sich als nächstes bewegen und der nächste Schlag treffen wird. 
Bei der Zusammenarbeit der beiden Künstler tritt einerseits der ambige Charakter der Peitsche – als Bestrafungsinstrument, Kommunikationsmittel oder Spielzeug – und die Kinematik der Bewegungsapparatur in den Fokus. Der eigentlich menschlich ausgeführte Peitschenschlag wird durch die maschinelle Übertragung merkwürdig emotionslos. Auf der anderen Seite rückt das architektonisch-skulpturale Symbiosedasein des Wewerka Pavillon und seine Geschichte in den Vordergrund. Der gläserne Baukörper - als geschlossener Raum im öffentlichen Raum - wird formal erkundet und nach seinen Grenzen befragt. Mit Blick auf den historischen Werdegang und seine eigendynamische Präsenz kann er so auch als 'ungewolltes' Objekt gedeutet werden, welches nun mit der Peitsche gezüchtigt wird. Dient der Pavillon mit seinen Glasscheiben als Schau- und Schutzraum für das in ihm befindliche Kunstwerk, stellt sich bei „Wanna hang out?“ die Frage, wer hier eigentlich vor wem geschützt wird.