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Melanie Bisping/ Nadia Pereira BenaventeHyuna Kang/ Eu Son KoRoman PodeszwaNamuun BatmunkhGilsuk Ko 

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Die Nomaden der Mongolei verwenden traditionell aus Zweigen geflochtene Körbe, Arag genannt, in unterschiedlichen Größen, je nachdem, welche Güter darin aufbewahrt werden sollen. So gibt es kleinere für den häuslichen Gebrauch in den Jurten und größere, dickbauchige zum Umschnallen, in denen Holz und Dung für die Feuerstelle gesammelt werden. Im Winter wird das Brennholz darin gelagert. Ein voller Korb bedeutet Reichtum, leer darf er nie sein. Frauen mögen ihn als Stütze benutzen, wenn sie ihr Kind zur Welt bringen. Dinge von Wert werden darin nicht aufbewahrt und doch ist dieser Gebrauchsgegenstand nicht nur seines reichen symbolischen und Assoziationsgehalts wegen von hoher kultureller Bedeutung. An ihm kristallisieren sich nicht zuletzt Erinnerungen an Heimat, Familie und kultureller Zugehörigkeit. Namuun Batmunkh reist in diesem Sommer in ihre Heimat und bringt von dort gefüllte Körbe in den Wewerka Pavillon, die, da ihres Funktionszusammenhangs entrissen, sich fremd und deplaziert ausnehmen, die sich in ihrer Fremdheit und in ihrem Ausgestelltsein gegen den Raum behaupten.