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Jiyoung SonNarturKICK OFFPhilipp HöningShinah Lee 

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Die Ausstellung KICK OFF entspringt einem radikalen Experiment. Eine Gruppe von neun Studierenden der Kunstakademie Münster hat über zwei Semester in regelmäßigen Treffen das Thema ‚Ausstellung’ in all seinen Facetten durchleuchtet. Thematisiert wurde somit ein zentrales Ziel künstlerischen Handelns. Bei der konkreten Planung eines eigenen Ausstellungsprojekts standen der freien Gruppe, die nicht von außen durch ein vorgegebenes Thema ausgewählt wurde, die individuelle Geste und der Ansatz des Einzelnen schnell entgegen. Der Kontrast zu einer professionalisierten Wirtschaftswelt war dabei allen schnell augenfällig. Diese scheint geprägt zu sein durch entindividualisierte Arbeitsprozesse und strikte Arbeitsteilung. Der künstlerischen Praxis der oft spontanen und reduzierten Geste stehen hier einerseits High-End-Produkte gegenüber. Auf der anderen Seite scheinen ganze Teile der Marktwirtschaft in eine immaterielle Sphäre entglitten zu sein, in der Manager abstrakte Zahlen organisieren.

Dem Charakter des stark theoretisch orientierten Seminars folgend hat die Gruppe der neun Studierenden ein radikales Bild entworfen: der freie Buisness-Coach Armin Gehren (Gehren Consulting), der unter anderem an der Porsche Akademie gearbeitet hat, übernimmt ein Gruppen-Coaching." Kunstferne Begriffe wie ‚Meta-Kommunikation’ oder ‚Selbststeuerungskompetenz’ stehen nun im Zentrum einer Präsentation, die Teil der Eröffnungsveranstaltung im Wewerka-Pavillon sein wird. Das Seminar findet auf diese Art einen Fortgang in der Ausstellung selbst. Das Resultat und die bleibende ‚Ausstellung’ sind dabei bis zum letzten Augenblick offen und werden in der Tat erst vor Ort und während der Eröffnung entwickelt. Der performative Ansatz der Gruppe könnte dabei ein ‚festes Bild’ finden (wie wir es von Kunstausstellungen kennen) oder zu einer ‚künstlerischen Insolvenz’ führen (wie wir es von manchem Unternehmen kennen).