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F. GahrmannM.Böhler / Ch.OrendtP. SchlossK. KuznetcowaK. Ivlev 

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„Gut aufgeblasen ist halb gewonnen“ könnte als Motto über der Ausstellung von Kirill Ivlev stehen, ein Satz, der auch am Wewerka Pavillon zu lesen sein wird. Der Innenraum des Pavillons bleibt leer, lediglich von Geräuschen „gefüllt“, als würden viele Menschen Luftballons aufblasen bis diese zerplatzen. An den Glaswänden bekommt der Betrachter die Reste der zerplatzen Luftballon tatsächlich zu sehen. Der Fokus der Ausstellung findet sich jedoch außerhalb des Pavillons. Mehrere riesige aufblasbare Figuren „sitzen“ auf oder am Dach, sie sind alle grau in der Farbe der Träger gestrichen, einige müssen permanent „beatmet“ werden, damit sie nicht in sich zusammen fallen.

Kirill Ivlev: „ Möglichkeiten der Interpretation gibt es viele, weil nicht alles eindeutig ist, außer vielleicht die geplatzten Luftballons, die stellvertretend für viele stehen, die es versucht haben (im Kunstbetrieb mitzuwirken). Auch die Antwort auf die Frage der „KUNSTBLASE“ wird behandelt, denn solange die Luft in die Figuren gepumpt wird, werden diese auch am „Leben“ erhalten, unterbricht man die Stromversorgung, fällt alles in sich zusammen. Gezeigt wird also die Abhängigkeit und Wechselwirkung zwischen Kunst und Wirtschaft in einer Zeit äußerst labiler Gleichgewichte.“

Kirill Ivlev arbeitet häufig mit Installationen, indem er aus vorgefundenen Materialien durch ungewohnte Nutzung oder Kombinationen etwas Neues entstehen lässt, wobei er sich dabei auf die Arte Povera der 1960er Jahre in Italien und auf diverse Samplingmethoden der Kunst der 1990er Jahre beruft.