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J. GröningC. ParkM. CorvalanI.Schilcher/A.StücherC. Joachim 

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Zwei Seilbahnstationen stehen in der jeweiligen Verlängerung des Wewerka Pavillons ca. 7 Meter vom diesem entfernt. Ein Stahlseil spannt sich über 34 Meter Distanz von der einen Plattform zur anderen und läuft dabei quer durch den Ausstellungsraum.

In der Mitte des Raumes hängt am tiefsten Punkt des Seiles ein Seilbahnsitz. Er ist das zentrale Ausstellungsstück. Der Pavillonboden ist mit Rasen ausgelegt und fügt sich so in die Aaseelandschaft ein. Schleifspuren lassen einen Gebrauch der Seilbahn vermuten. Der Pavillon bleibt die gesamte Ausstellungsdauer über geschlossen. Die Seilbahn selbst ist nicht zu benutzen.

Die Skulptur ist daher halbfunktional. Die zwei außen stehenden, stabil konstruierten Stationen sind begehbar und schaffen einen neuen Blickwinkel auf den Pavillon und die angrenzende Umgebung.

Mehr als eine Seilbahnanlage ist dieses Werk eine Zeichnung in der Landschaft. Eine Idee, eine Abstraktion. Und doch ist sie da: Das Kabel zeichnet eine Kurve und durchdringt den Raum.

Die physische Präsenz der Seilbahn fordert zum Handeln, verlangt nach Aktion. Wir wollen aber können nicht. Die Beziehungslosigkeit zwischen Seilbahn und Pavillon wirkt irgendwie falsch, befremdlich. Erst wenn wir das Augenmerk von der Disfunktionalität der Anlage hin zu ihren skulpturalen Qualitäten verschieben, konvergieren unsere Erwartungen mit dem Kunstwerk. Erst dann schreitet man langsam zurück, entfernt sich immer mehr, bis man die Parkanlage, samt Pavillon und Seilbahn, nur noch als Totale am Horizont sieht. Die Welt vor sich implodiert und schrumpft auf die Größe einer Modelleisenbahnlandschaft. Das Werk nähert sich somit dem Gedanken, welcher an der Basis von Isabelle von Schilchers und André Pascal Stüchers Überlegungen stand:

„Die Arbeit When I was younger than now I am… I liked swimming so I swam soll Raum für Reflexionen über die eigene Kindheit, die Beschaffenheit des Pavillons und die angrenzende Umgebung, sowie über die Funktion der Kunst allgemein schaffen.“