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Der Wewerka Pavillon ist der permanente Ausstellungsraum, das Schaufenster der Kunstakademie Münster.

Der Wewerka Pavillon, seit 1989 auf der Wiese am Aasee in Münster, wurde ursprünglich im Jahr 1987 anlässlich der documenta 8 in Kassel von Architekt und Künstler Stefan Wewerka (geboren 1928 in Magdeburg) entworfen und von der Firma TECTA ausgeführt. Daraufhin wurde der Pavillon als Leihgabe des Eigentümers Axel Bruchhäuser durch die Initiative um Herrn Ulrich Krüger in Münster platziert.

Von Anfang an steht der Wewerka Pavillon an der Schnittstelle zwischen Architektur und Skulptur und bildet paradigmatisch eine symbiotische Verschmelzung der beiden Gattungen. So wird seine klare, simple Konstruktion mit Metallträgern und Glaswänden zunächst durch die architektonische Funktionalität bestimmt: Der gläserne Kubus, oft als Schaukasten oder Vitrine bezeichnet, fungiert als Ausstellungsraum, der Kunstwerke beherbergt und im wörtlichen Sinne von allen Seiten aus nach außen zur Schau stellt. Gleichzeitig behauptet sich der Wewerka Pavillon im Zusammenspiel mit der umgebenden Parklandschaft mit skulpturaler Präsenz und Anmutungsqualität. Somit entwickelt er neben der funktionalen Bestimmung Eigendynamik. Man mag den gläsernen Baukörper mit flachrunder Lichtdecke und Metallträgern mit einem Flugobjekt oder einem alptraumhaft riesigen Insekt assoziieren, das gerade auf der Erde gelandet ist oder im Begriff ist, in jedem Moment loszufliegen. In dem Sinne bemerkt der ehemalige Rektor der Kunstakademie Münster und der künstlerische Leiter der documenta 6 und 8 Manfred Schneckenburger zurecht, dass der Wewerka Pavillon Ausstellungsort und Ausstellungsstück in einem sei. (Manfred Schneckenburger, Katalog, Wewerka Pavillon Kunstakademie Münster Projekte 1994, Münster 1995, S.6)

Seit seinem Bestehen in Münster steht der Wewerka Pavillon unter der gemeinsamen Obhut und Verantwortung der Stadt und der Kunstakademie und gilt als Exempel für die kulturelle Vielfalt und Offenheit der Stadt sowie für die effektive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kunstakademie. Als Ausstellungsraum ist der Wewerka Pavillon sowohl für Kunstschaffende als auch für BürgerInnen der Stadt von unersetzlicher Bedeutung. Mit seinem eigentümlichen Doppelcharakter zwischen geschlossener Vitrine und skulptural autonomem Objekt, stellt der Pavillon schon immer für junge KünstlerInnen ein Experimentierfeld, zugleich aber eine nicht leicht zu bewältigende Herausforderung dar. Der standortbedingte Kontext des Pavillons in der öffentlichen, freizeitlich genutzten Parklandschaft bietet vor allem für junge KünstlerInnen eine Möglichkeit mit ihren künstlerischen Arbeiten direkt an ein größeres Publikum heranzutreten und für BürgerInnen der Stadt, neuen künstlerischen Arbeiten in einer etwas unbefangeneren Art kontinuierlich zu begegnen und sich damit auseinanderzusetzen. In dieser Weise bildet der Wewerka Pavillon ein offenes, wertvolles Forum zwischen Stadt, Kunstakademie, KünstlerInnen und BürgerInnen.