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K.Kottmann/D.NeuhausRed Fade David BadeS. Huzikiewiz / K. NiggemannJeong/Lee 

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David Bade ist Zeichner, Maler, Bildhauer, Installationskünstler,
seine Interventionen an Orten, auf die er direkt und vehement
reagiert, sind kraftvoll, bunt, hektisch und lärmend. Sie entfachen
ein Bühnenleben voller Subversionen und einer überbordenden
Absurdität, die von einer bisweilen wüsten inhaltlichen Fülle genährt
wird. Bades Themen reichen vom Sport und der Politik bis zum Sex und
nicht zuletzt der Kunst selbst. In ihrer ungebrochenen und drangvollen
Lebensbejahung, ihrer Dynamik und einem Pathos, das sich
selbstironisch den Spiegel vorhält, lassen sie dem Betrachter selten
eine Atempause und verwickeln ihn in ein turbulentes Gesamtkunstwerk.

Als Gastkünstler ist David Bade im Juli 2009 eingeladen worden, den
Wewerka Pavillon in diesem Sommer zu bespielen und damit das
Ausstellungsprogramm der Studierenden der Kunstakademie Münster als
externer Künstler zu bereichern. Seine Installation benennt der 1970
in Curaçao auf den Niederländischen Antillen geborene Bade nach einer
niederländischen Redensart: „Zij dronken een glas, zij deden een plas
en alles bleef zoals het was“, die sich frei übersetzen lässt als „Sie
tranken ein Glas, sie pinkelten und alles blieb, wie es war“ – gemeint
ist der mehr oder minder unveränderliche Lauf der Dinge. Im Innern
verwandelt Bade den Pavillon in ein trashiges Interieur, dessen
Mobiliar er im Sinne der künstlerischen Weiter- und Wiederverwertung
von früheren Installationen übernommen hat. Die Objekte deuten eine
Art Büro an, dessen Fenster durch Malerei und Zeichnung in die
Situation einbezogen werden.

Prominente Einzelausstellungen widmeten Bade das renommierte
Gemeentemuseum Den Haag (2010), das Centraal Museum Utrecht (2000)
sowie mehrfach die belgische Galerie Sabine Wachters. Zu
Gruppenausstellungen wurde er in den letzten Jahren unter anderem vom
Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg, vom Stedelijk Museum Amsterdam und
der Liverpool Biennale eingeladen.

Die Ausstellung wird am Dienstag, den 13. Juli 2010, um 19 Uhr
eröffnet. Nach einführenden Worten durch Prof. Dr. Georg Imdahl
spricht David Bade zu seinem Werk.


Prof. Dr. Georg Imdahl, Juli 2010