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Jana Kerima Stolzer/ Alexander RüttenSamuel TreindlCarmen Gosen/ In Hee ChoJavkhlan Ariunbold 

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Ausgehend von einem gedanklichen Experiment bewegen In Hee Cho und Carmen Gosen in und um den Wewerka Pavillon einige Tonnen Material. Sie erwecken mit einem aufwendigen und doch schlicht-poetischen Eingriff den Eindruck der Versetzung  – von einem alten Platz weg oder zu einem neuen Platz hin. Die Bodenfläche im Inneren des Pavillons bedecken die Künstlerinnen mit Rollrasen, sodass sich das Innen dem Außen angleicht. In identischer Größe und Form verlegen sie auf der umgebenen Wiese in Richtung Stadtzentrum Betonplatten. Unklar bleibt, wer hier bereits umgezogen ist oder umziehen soll. Ein neuer (Gedanken-) Raum wird geschaffen, der Fragen nach dem Innen und Außen und nach der Zugänglichkeit zu diesen aufwirft und Platz für Spekulationen eröffnet.

Cho und Gosen greifen damit nicht nur die Geschichte des Pavillons auf, der nach seiner Aufstellung auf der documenta 1987 von Kassel nach Münster überführt wurde. Zudem versuchen sie die Gegenwart und die mögliche Zukunft zu befragen, in der sich der Pavillon als 'Schaukasten' der Kunstakademie definiert. Immer wieder wird der Pavillon durch unterschiedliche Künstler in neue Ausstellungssituationen versetzt, wobei der gläserne Kasten in seiner symbiotischen Verschmelzung von Architektur und Skulptur stets in einer eigenen Dynamik und mit einem ambivalenten Doppelcharakter erscheint. In den letzten Tagen des Ausstellungszeitraums werden die beiden Studierenden in einem viertägigen Re-Moving den Rollrasen wieder aus dem Pavillon transportieren, die temporäre Betonfläche auf der Wiese entfernen und wieder begrünen, so dass die Situation in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt scheint.