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Dass der Wewerka Pavillon einen Anziehungspunkt für Vögel darstellt, bewies im Sommer des vergangenen Jahres eine Meise, die sich durch einen Spalt zwischen Scheiben und Dach in sein Inneres verirrte. Anne Staab beklebt die Fenster des Pavillons von außen mit Hunderten Vogelwarnaufklebern, die Vögel davon abhalten sollen, gegen die Scheiben zu fliegen. Als unregelmäßige organische Formen sind die Aufkleber aus der Ferne als dunkle Schatten wahrnehmbar; von Nahem mögen sie an Vogelschwärme erinnern. Die Glasflächen des Pavillons mit Vogelwarnaufklebern zu versehen ist Vorwand für grundsätzliche Untersuchungen zu Form, Formfindung und Formzerstörung. Die vorgefundene Form des Aufklebers bleibt bestehen, bildet im Zusammenhang mit den anderen aber neue Formen und gewinnt dadurch abstrakte Qualitäten. Die Aufkleber verdichten sich stellenweise zu undurchdringlichen schwarzen Flächen, dann wiederum löst sich die Ballung auf und die einzelne Form ist unabhängig von ihrer Anhäufung erkennbar. Sie wird in ihrer Singularität zerstört, gleichzeitig schafft sie dadurch neue Formen und verweist auf ihr Potenzial zu unendlichen Variationen.

Der Pavillon als unbetretbarer Nichtraum ist immer auch Projektionsraum, Bühne und Experimentierfeld für Ideen, Visonen, Träume und damit Kunstraum. Die Scheibe wird zur Leinwand und zur Fläche für Formsuche und Formwandlung, also zum Reflexionsort über Malerei.