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Sujin DoPatricia RatzelAlex FrostSunaKimNiklas Fischer/Isabel Glapa 

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Für seine Installation im Wewerka Pavillon hat Alex Frost die Geschichte dieses einzigartigen Ausstellungsortes recherchiert. Erstmals beherbergte der 1987 für die Documenta 8 errichtete Pavillon von Stefan Wewerka dessen ausgefallene und deformierte Stühle und Stuhlskulpturen, bevor er 1989 an die Aaseewiesen kam. 2013 blickt Alex Frost zurück und rekonstruiert Wewerkas Documenta-Beitrag, indem er die einstigen Schaustücke der riesigen Glasvitrine aus unbeständigen, flachen oder eigentlich formlosen Materialien wie Papier und Sand nachbaut. Dabei bedient er sich einfacher ökonomischer Bautechniken wie dem Papiermaché, dem Pop-up und der Sandskulptur oder arrangiert Gegenstände nach dem Prinzip der russischen Matrjoschka-Puppen.

Doch es bleibt nicht bei dieser Materialmetamorphose: Innerhalb der Installation tauchen Figuren auf, die mit Miniaturversionen bekannter Skulpturen aus der Region ausgestattet sind. So wird etwa die jedem Zoobesucher bekannte Plastik „Interconnected“ von Karl Ehlers zu einem Fuß einer solchen Figur, oder der Backsteinturm Per Kirkebys von den Skulptur Projekten 1987 verwandelt sich in einen Hut.

Wie in einem Raumschiff, das zu anderer Zeit an anderem Ort gelandet ist, materialisieren sich die Geister von Kassel, 1987, in Münster. Es ist, als erinnere sich der Pavillon selbst an den Beginn seiner Geschichte. Er wird zur Skulptur, die sich nach innen und nach außen selbst betrachtet und nach Eigenschaft und Wert aus kultureller und sozialer Perspektive fragt.