Wewerka Logo Unterschrift
ArchivÜber den PavillonKontakt/ImpressumLinks 
Aktuell201720162015201420132012201120102009200820072006Plakate 
A.Krönker/M.OttoK.Berning/M.Van RoyUte ReehK.MonkaT.DannenbergB. Choi/J. Han 

###DEBUG###







Zu einem abstrakten Schwimmbad machen Anne Krönker und Marie Otto den Wewerka Pavillon in ihrer Ausstellung „Gemeinsam leise“. Ihre Intervention bespiegelt die Gepflogenheiten der Umgebung des Pavillons: Der Aasee ist das Naherholungsgebiet Münsters; rund um den See wird flaniert, gejoggt und gegrillt, während das Schwimmen im See verboten bleibt.


Die Formensprache der Installation ist ähnlich abstrakt wie die des Pavillons. Eine geradlinige Definition des Pavillons als klassische Architektur oder autonome Skulptur fällt schwer, der Raum ist leicht und dominant zugleich. Die Bodenarbeit von Anne Krönker und Marie Otto bildet durch die gewählten Farb- und Formkontraste einen Gegensatz zur Aaseenatur. Durch ihre ovale Rundung und die natürliche Materialität des Plexiglases verzerrt die Decke die Gradlinigkeit der beiden Objekte. Der Charakter der Fliesen und der Blauton des Bodens sind so beherrschend, dass die Wahrnehmung der Spiegelung erst auf den zweiten Blick erfahrbar wird.


Das Schwimmbad ohne Wasser bleibt Spiel zwischen wechselseitiger Dominanz von Innen- und Außenraum, Bewegung und Klarheit sowie Statik und Fragilität. „Nicht richtig Architektur, nicht richtig Skulptur, sondern Formen, die aufeinander Bezug nehmen und von ihrem Umfeld begrenzt und perspektivisch verzerrt werden“ – so beschreiben die Künstlerinnen ihre Arbeit. Ihr Ziel bestand darin, Objekt und Ort miteinander in eine gleichwertige Beziehung zu setzen.