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TWIG ART:GROUPStefan WiesnauFreie Klasse ErkmenS.Sczepanek/M.TalaricoA.Hwang/T.Panzer 

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Ein Glaspalast in exklusiver Nachbarschaft zur Annette-Allee. Große Fenster, hohe Decken... zu dieser Jahreszeit zwar etwas frostig, aber eindeutig eine heiße Immobilie?

Wohnen oder wundern – über die neu eingezogenen Wände mit ihren leer zurückstarrenden Türöffnungen, die den Blick durch den verwinkelten Innenraum überraschend auf der gegenüberliegenden Seite in die Natur entlassen, ohne wie sonst üblich an die sichere Grenze eines Außengemäuers zu stoßen. Dabei sind Grenzen Teil des künstlerisch-architektonischen Plans von Ail Hwang und Timo Panzer und eben diese glänzen auch mal durch Abwesenheit im nicht herkömmlichen Sinne. Glas, wo bei den Villen der noblen Nachbarschaft Mauerwerk den Rahmen gibt, Wände, wo einst offener Raum war. Raum für Kunst. Wände für Kunst. Wände als Kunst? Was definiert Raum?

 

Das rechteckige Vakuum des Ausstellungspavillons der Kunstakademie wird mit Trockenbauwänden gefüllt, die nie ein Bild halten, nie eine Skulptur umschließen

werden und bilden all dies doch aus sich selbst heraus. Projektionen und Erinnerungen finden hier ihren Platz. Assoziationen zum White Cube genauso wie alle vergangenen und zukünftigen Umzüge. Wo kommt das Bett hin? Das Regal ist schon abgebaut. Nach dem Wohnen ist vor dem Wohnen und Leere sieht immer anders aus.

Immer anders zeigt sich die Installation schon allein aufgrund ständig wechselnder Schattenzeichnungen zu unterschiedlichen Tageszeiten. Während das Tageslicht bis zur Dämmerung das Außen ins Innere holt, dreht sich dieses Verhältnis abends um und die Wohnung wird belebt durch ihr eigenes Licht. Dieses Schauspiel auch von Innen zu erkunden, ist möglich in öffentlichen Führungen an folgenden Sonntagen:

16. Januar, 11 Uhr / 23. Januar, 15 Uhr / 30. Januar, 19 Uhr / 06. Februar, 11 Uhr

13. Februar, 15 Uhr / 20. Februar, 19 Uhr / 27. Februar, 11 Uhr / 06. März, 15 Uhr

 

 

Still steht sie da, die Hausnummer 42, plötzlich wie ungewohnt unbewohnt. Der sonst

so konträr bespielte, nicht selten gewollt von der eigenen Gestalt ablenkende Bau ruht sich in sich aus und sammelt Kraft für das neue Ausstellungsjahr 2011.

Auf gute Nachbarschaft!

 

 

Miriam Jonas